Schwangerschaft & Geburt

Geburt in Zeiten von Corona

Eine Geburt hast du nicht alle Tage. Im Schnitt bekommt eine Frau in Deutschland 1,54 Kinder. Umso wichtiger ist es auch für den Vater, bei diesem besonderen Erlebnis dabei zu sein.

Was eigentlich selbstverständlich ist, wird in Zeiten der Corona Pandemie zu einem wirklichen Problem. Viele unserer Freunde, die ebenfalls während der Hochphase der Corona Infektionen Kinder auf die Welt gebracht haben berichteten uns davon, dass der Vater entweder nur eingeschränkt, oder sogar gar nicht bei der Geburt des gemeinsamen Kindes dabei sein durfte.

Bis zur Geburt unseres Kindes dauert es zwar noch etwas, planmäßig soll es Ende Februar 2020 zur Welt kommen, aber auch wir machen uns schon jetzt Gedanken und manchmal sogar Sorgen darum, ob wir die Geburt gemeinsam erleben dürfen.

Was wenn dein Partner nicht mit in den Kreißsaal darf?

In normalen Zeiten spricht nichts dagegen, wenn der Vater dich in den -Kreißsaal begleitet. Während der Corona-Pandemie haben Krankenhäuser zur Minimierung des Infektionsrisiko teilweise strenge Regeln erlassen. Versuche zunächst mit der Klinik zu sprechen, vielleicht gibt es doch eine Möglichkeit für deinen Partner bei der Geburt mit dabei zu sein. Einige Kliniken haben bereits Möglichkeiten geschaffen, die Geburt hinter einer Art Scheibe mitzuverfolgen.

Sollte die Klinik dennoch ablehnen, dass dein Partner der Geburt beiwohnt sprich am Besten mit deinem Frauenarzt oder deiner Hebamme darüber. Vielleicht kann Dir dann eine andere Geburtsklinik vermittelt werden.

Unabhängig von der Frage, ob Dein Partner dich bei der Geburt begleiten darf solltest Du die Klinik auf jeden Fall über deine Anreise zur Entbindung benachrichtigen. Das hilft der Klinik bei der Vorbereitung deiner Geburt.

Kann ich meine Geburtsklinik vorher besichtigen?

Damit du dir ein eigenes Bild machen, und einen eigenen Eindruck gewinnen kannst, wird Dir in aller Regel ermöglicht, die Geburtsklinik deiner Wahl vorab zu besuchen. Normalerweise geschieht dies im Rahmen von Informationsveranstaltungen vor Ort, oft mit weiteren Eltern zusammen. Auf Grund der aktuell erlassenen Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen sind diese Veranstaltungen im Moment nicht möglich. Sofern du noch etwas Zeit hast, frage einfach in der Geburtsklinik an, ob sich die Besichtigung auf später verschieben lässt. Manche Kliniken bieten inzwischen Alternativ auch Online-Informationsveranstaltungen an.

Ich bin Corona-Infiziert, wo kann ich gebähren?

Zunächst ist es für Dich wichtig zu wissen, dass dich kein Krankenhaus oder eine Geburtsklinik wegen einer vorhanden Covid-19 Infektion abweisen kann. Allerdings wird man Dich bei Verdacht oder einer tatsächlichen Infektion nur ohne Begleitperson aufnehmen. Solltest Du kurz vor der Geburt Symptome haben die auf eine Coronainfektion hindeuten, solltest du auf jeden Fall vorher telefonisch mit Deinem Arzt oder dem Krankenhaus darüber sprechen. Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe rät Infizierten Müttern davon ab, das Baby zu Hause zur Welt zu bringen. In einem Krankenhaus kann die Geburt gut überwacht werden und es steht im Notfall auch Sauerstoff bereit. Diese Möglichkeit gibt es bei Dir zu Hause im Normalfall nicht.

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