Geburt eines Babys
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Ablauf einer Geburt – Erfahrungsbericht

In meinem Beitrag Blasensprung! Was tun? habe ich Euch bereits unsere ganz persönlichen Erfahrungen beschrieben, was passiert, wenn die Frau auf einmal einen Blasensprung erleidet und die Geburt quasi vor der Türe steht. Wie der Tag der Geburt mit samt den Wehen davor abläuft, das beschreibe ich Euch hier in meinem Artikel Ablauf einer Geburt – Erfahrungsbericht.

08.00 Uhr: Der erste Morgen im Krankenhaus. Ablauf einer Geburt – Erfahrungsbericht

Nachdem ich meine Frau wegen des Blasensprungs am Abend zuvor direkt in die Klinik gefahren hatte konnte ich in der Nacht kaum schlafen. Gleich in der Früh um etwa 8.00 Uhr klingelte dann auch schon mein Handy. Meine Frau rief an und teilt mir mit, dass Sie jetzt im sogenannten Wehenzimmer liegt. Nun steht wohl auch der Zeitplan für die Geburt fest. Doch noch einige Stunden würde es dauern bis sie vom Wehenzimmer in den Kreissaal verlegt wird. 

Also wartete ich, bis ich das finale „Go“ bekomme um los zu fahren. In mir brodelt es, eine Mischung aus Ungeduld und Angst zu spät zu kommen. Welcher Vater möchte schon die Geburt seines Babys verpassen. Aber dann erinnerte ich mich wieder an die Ärztin die mir sagte, auch bei einem Blasensprung dauert es noch bis das Kind tatsächlich auf die Welt kommt. 

13.15 Uhr: Anruf aus dem Krankenhaus

Dann war es soweit, um 13.15 Uhr kam der nächste Anruf aus dem Krankenhaus. Diesmal von einer Hebamme. „Sie können nun losfahren, Ihre Frau liegt nun im Kreissaal“ sagte sie. Keine fünf Minuten nach dem Anruf saß ich im Auto auf dem Weg zur Klinik. Wieder mit dem Gedanken im Kopf: Auf keinen Fall die Geburt verpassen. 

13.40 Uhr: Ankunft im Krankenhaus. Ablauf einer Geburt – Erfahrungsbericht

Angekommen im Krankenhaus musste ich mich wegen Corona zunächst erneut registrieren und wieder wurde Fieber gemessen. Auch wenn das alles schnell ging fühlte es sich für mich an wie eine Ewigkeit. Zum Glück wusste ich schon, wo ich hin muss.

Meine Frau wurde inzwischen vom sogenannten Wehenzimmer in den wirklichen Kreissaal verlegt. Wie ein Saal sah das Zimmer nicht aus, eher um einen gewöhnlichen Behandlungraum mit einer großen Liege in der Mitte. Auf dieser lag auch meine Frau schon die sich sichtlich gefreut hatte mein Gesicht zu sehen. Angeschlossen an einen Tropf und ein Messgerät, dass die Herztöne und Herzfrequenz des Babys misst.

14.00 Uhr – Entscheidung über sogenannte PDA

Rechtzeitig vor der eigentlichen Geburt muss sich die werdende Mutter entscheiden, ob Sie eine medizinische PDA erhalten möchte. Wichtig ist, dass diese Entscheidung rechtzeitig getroffen wird, denn um so mehr Zeit vergeht, desto unwahrscheinlicher wird die Möglichkeit einer PDA.

Exkurs – Was ist eine PDA?

Eine PDA ist eine Periduralanästhesie. Genannt wird die PDA auch Epiduralanästhesie. Es handelt sich hierbei um ein Verfahren zur Betäubung der Nerven am Rückenmark. Hierdurch können die Nerven größflächig betäubt werden um die Schmerzen der Wehen und der Geburt selbst zu mindern.

15.00 Uhr – Wehen werden langsam stärker. Ablauf einer Geburt – Erfahrungsbericht

Im Moment halten sich die Wehen noch in Grenzen. Meine Frau sieht zwar etwas müde aus, aber das ist nach einer Nacht im Krankenhaus mit Blasensprung auch verständlich.

Große Anstrengungen soll die werdende Mama zwar vermeiden, aber wenn Sie möchte kann Sie auch hin und wieder kurz aufstehen und sich die Beine vertreten. Wohlgemerkt, nur kurz und nicht zu weit weg. Schließlich hängen allerlei Schläuche an Ihr.

Im Moment passiert noch nicht viel und so verstreicht die Zeit. Als Mann bist Du in der noch frühen Phase der Geburt eher der Bote für frisches Wasser oder den ein oder andern Tee anstatt einer seelischen Unterstützung. Aber Man(n) macht das ja in diesem Augenblick gern. 🙂

20.00 Uhr: Wehen kommen in kürzeren Abständen und Schmerzen werden stärker

Inzwischen ist es 20.00 Uhr und die Zeit bis dahin ist leider nicht wie im Flug vergangen. Stundenlang in einem Raum zu verbringen und darauf zu warten dass etwas geschieht kann anstrengend sein.

Doch dann tut sich etwas. Trotz PDA und Antibiotika, letzteres wird bei einem Blasensprung immer zusätzlich verabreicht um das Infektionsrisiko zu minimieren, machen sich bei meiner Frau die Schmerzen im Unterleib bemerkbar. Ein Druckgefühl das man eigentlich nicht so wirklich beschreiben kann. Wobei klar ist: Irgendwas möchte wohl da unten raus.

Inzwischen ist die Hebamme nicht mehr alleine mit uns. Ein Frauenarzt kommt dazu und bereit sich vor. Mit Chino und Maßhemd bekleidet betritt der Arzt den Kreissaal. Irgendwie sah er genau so aus, wie ich mir einen Arzt eben so vorstelle. Adäquat gekleidet, seriös wirkend. Er streifte sich einen komplett durchsichtigen Overall über desinfizierte sich die Hände. Das erste Anzeichen dass die Geburt tatsächlich nicht mehr lange dauern kann.

Sei gespannt auf den Rest unserer Erfahrung! Coming soon…

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